Einen Tag im Himmel leben

Unter diesem Motto erlebten am letzten Wochenende im August die Glaubensgeschwister mehrerer Gemeinden des Bezirkes Torgau ein überregionales Gemeindefest.

Ein Teilnehmer berichtet:

Unser Festwochenende wurde von den Gemeinden Bad Liebenwerda, Elster, Elsterwerda, Falkenberg, Herzberg, Jessen und Schönewalde auf dem Grundstück unserer Glaubensgeschwister Tulowietzki in Tröbitz gestaltet. Es stand unter dem Motto „Einen Tag im Himmel leben“. Dieses Motto passt gut zum IKT-Motto „Siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch!“. Für mich bedeutet Himmel Harmonie, Vertrauen und Geborgenheit. Oft auch das eigene Zuhause, die eigene Familie.

Am Freitag war der so genannte Kennenlern-Abend. Eigentlich kennen wir uns – man ist doch Bruder und Schwester aus einem Bezirk. Aber kennt man sich wirklich? Wann hat man denn die Möglichkeit, gemeindeübergreifend miteinander zu reden? Der Abend war keineswegs langweilig oder gar uninteressant.

Am Samstag konnte man einer Gesprächsrunde beiwohnen. Das Thema lautete „Jesus im Mittelpunkt der Gemeinde“. Wer kreativ sein wollte, konnte sich als Brückenbaumeister versuchen. Gebaut wurde eine Brücke aus Papier. Diese hatte einen Test zu bestehen: Ein mit Steinchen beladenen Traktor musste drüber fahren können. Die Kinder erlebten eine Traumreise, konnten spielen und mit Speckstein und Holz basteln.

Ein Workshop durfte ebenfalls nicht fehlen. Die Thematik war: Ich bin o.k. Du bist o.k. Die Botschaft lautete: Achte und ehre deinen Nächsten und nimm ihn so an, wie er ist. Es wurde uns aber auch geraten, das Positive in uns zu sehen. Gott hat dir Gaben gegeben. Wende sie an! Du bist o.k.; bewahre dir eine positive innere Haltung.

Weiterhin gab es an diesem Tag ein offenes Singen. Querbeet Choräle, Volkslieder, Kanons und Songs. Für jeden etwas. Rückblickend kann ich für mich feststellen, Choräle sind o.k., Gospels sind o.k., auch das etwas Modernere ist o.k. Gott auf diese Weise zu ehren und zu preisen – vorausgesetzt, es ist ehrlich, sollte ihm das nicht angenehm sein? Es gibt viele Facetten, Gott zu bekennen. Das zeigte auch der nächste Höhepunkt des Tages, die Aufführung des Pop-Oratoriums "Ich bin" auf einer Großbildleinwand.

Die es sportlich angehen wollten, spielten Fußball. Wer auf andere Weise aktiv sein wollte, konnte sich beim Spiel „Mensch ärgere dich nicht“ testen. Aber nicht die Tisch-Version, sondern eine extra angefertigte XXL-Version – mit richtigen Menschen und einem Riesenwürfel. Und wer seinen „Frust" loswerden wollte, konnte das beim „Sägebock-Nageln“ tun. Dabei sind Nägel in einen Holzklotz zu treiben – in kürzester Zeit und selbstverständlich mit wenigen Hammerschlägen. Das war eine tolle Showeinlage mit viel Publikumsverkehr.

Für das leibliche Wohl wurde zu jeder Zeit gesorgt. Und wenn der Gesprächsstoff einmal zur Neige ging, dann konnte man sich in den „Raum der Stille“ zurückziehen.

Was wäre solch schönes Gemeindefest ohne gemeinsamen Gottesdienst? Ich muss sagen: Der Gottesdienst war der Höhepunkt. Er fand im „Haus des Gastes“ in Falkenberg statt. Als besonderen Gast konnten wir den Bürgermeister der Stadt Falkenberg begrüßen. Dieser richtete nach dem Gottesdienst ein kurzes Grußwort an die versammelte Gemeinde. Da keine Orgel zur Verfügung stand, spielte ein Orchester. Der Kerngedanke des Gottesdienstes war die Gemeinschaft mit Gott durch Jesus Christus, den Mittelpunkt unseres Lebens.

Nach dem Gottesdienst fuhren alle zurück nach Tröbitz. Dort ließen wir das große Fest mit Spiel, Spaß und geselligem Beisammensein ausklingen.

Mein Fazit: Einen Tag im Himmel kann man durchaus schon jetzt erleben. Dafür muss man nur etwas tun. Zum einen mal anpacken, Opfer bringen, aber vor allem sagen: Ich will…

Es hat für manche in der Vorbereitung viel Mühe gemacht, so mancher Schweißtropfen ist gefallen und manchmal lagen auch die Nerven blank. Und doch können wir sagen: Es hat sich gelohnt!

An dieser Stelle sei den vielen Helfern, den Sponsoren und Organisatoren sowie denen, die es überhaupt ermöglichten, aber auch denen, die im Stillen mitgewirkt haben, ein herzliches Dankeschön gesagt.

Text: H.B., K.G.; Bilder: M.H., D.F.