Festgottesdienst mit Bezirksapostel Klingler

Die Gemeinde Torgau erlebte am Sonntagmorgen einen Festgottesdienst, zu welchem sich auch Festgäste der Geschwister Haake anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit versammelten.

Gemeinsam sangen wir das Eingangslied Nr. 388 "Auf, Zion, jauchze voller Freud". Als Bibelwort diente 2. Mose 33, 18:

„Und Mose sprach: Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“

In dem Chorlied „Lobe den Herren“ zu Beginn des Gottesdienstes wurde dem allmächtigen Gott mit Freuden gedankt. Der Bezirksapostel griff die Frage daraus auf: Hast du nicht dieses verspüret, wie der Herr dich sicher geführt und erhalten hat? Es setzt ein feines Empfinden voraus, so der Bezirksapostel, das Wirken des Allmächtigen wahrzunehmen. Der darf sich glücklich preisen, der sich den Blick auf die Herrlichkeit Gottes immer erhält. Am Beispiel des Betrachtens eines Mosaikbildes zeigte er, dass es auf unsere Sehensweise ankommt, ob wir das Gesamtbild erfassen. Schaut man es sich aus nächster Nähe an, fällt einem die Unregelmäßigkeit der einzelnen Steine ins Auge. Erst wenn man aus einer gewissen Distanz auf das Werk blickt, kommt die Schönheit des Gesamtbildes zur Geltung.

Mose war von Gott beauftragt, das Volk Israel zu führen, welches jedoch mürrisch wurde und sogar Orientierung bei anderen Göttern suchte. Entmutigt und von der großen Führungsaufgabe bedrückt wandte sich Mose dem Herrn, seinem einzigen Zufluchtsort, zu und bat ihn, seine Herrlichkeit zu sehen. Der Allmächtige zeigte sich seinem Knecht in seinem von Liebe und Barmherzigkeit durchdrungenen Wesen, dem Kernbereich göttlicher Herrlichkeit.

Anstatt den Sorgen in unserem Leben unsere Aufmerksamkeit zu geben, bedarf es, sich auf den Gesamtplan unseres Gottes zu besinnen und auf seine unermessliche Liebe zu vertrauen – wie ein Mose. Besonders im Zurückschauen wird deutlich, dass es Gottes Güte und Liebe ist, die unser Leben mit Segnung erfüllt. Das wird dem offenbart, der den Blick auf seine Herrlichkeit richtet.

Gemeinde ist ein Beweis des liebevollen Handelns Gottes. Trotz vorhandener Unvollkommenheit ist im Zurückschauen die Liebe dennoch das Bleibende inmitten aller Not. So durfte auch das aus der Gemeinde strahlende goldene Hochzeitspaar in seinen zurückliegenden Jahren die Herrlichkeit Gottes in gelebter Liebe erfahren. Auch wenn es die widrigen Jahre nach dem Krieg waren, in denen sie zusammenfanden: Gott legte auf diesen Bund seine Hände, sodass auch noch 50 Jahre später gemeinsam göttlicher Segen empfangen werden sollte. „Kein Unglück ist so groß, dass es nicht birgt ein Glück in seinem Schoß.“ Gottes Liebe wendet sich uns jeden Tag zu. Hast du nicht dieses verspüret?

P.H.; Bilder: H.R.