"Lobet und kündet, dass alle es hören"

Vom 21. bis 23. August trafen sich die Geschwister der Gemeinden Bad Liebenwerda, Elsterwerda, Falkenberg, Schönewalde und Herzberg in Tröbitz zum zweiten großen Gemeindefest auf dem Grundstück der Geschwister Tulowietzki.

Einige Geschwister zog es schon am Freitagabend nach Tröbitz. Dort lernte man sich in gemütlicher sommerlicher Atmosphäre kennen und verbrachte gemeinsam ein paar schöne Stunden. Für interessierte Geschwister wurde im Abendkino im Stammhaus der Film „Hiob“ gezeigt. Einige Geschwister nutzten auch das Angebot, im Stammhaus oder im selbst mitgebrachten Zelt zu übernachten.

Der Samstag begann mit Basteln und Gestalten. Gemeinsam wurde das Motto-Banner „Lobet und kündet“ vorbereitet und gestaltet. Weiterhin bestand die Möglichkeit, Steine mit verschiedenen Materialien zu bemalen und zu dekorieren. Ein Großteil der Steine diente zur Gestaltung des Altarschmuckes für Sonntag. Zur Mittagszeit gab es für alle eine große Überraschung: Unser Apostel Korbien schaute vorbei und verbrachte ein paar Stunden mit uns.

Am Nachmittag begaben sich circa 80 Gemeindefest-Teilnehmer auf einen geführten Rundweg durch Tröbitz. Der erste Haltepunkt war der jüdische Friedhof. Dort wurden uns Informationen zu den tragischen Ereignissen vom April 1945 gegeben. Auf dem jüdischen Friedhof wurden durch uns bemalte Steine auf die Grabstätten gelegt. Damit zeigten wir, dass uns diese Menschen wichtig sind und wir sie nicht vergessen wollen. Dann ging es weiter zum Grab des Hirten i.R. Manfred Witt. Der Männerchor sang „Stille, o sei stille“ und Apostel Korbien betete mit uns. Auf dem Weg zur evangelischen Kirche kamen wir auch an dem Gebäude unserer ehemaligen Kirche vorbei. An der evangelischen Kirche angelangt spielte eine Glaubensschwester einige Stücke auf der Orgel und wir sangen gemeinsam das Lied "Großer Gott, wir loben dich."

Wieder auf dem Grundstück des Gemeindefestes angekommen, wurde weiterhin die Chance genutzt, Steine zu bemalen, im See baden zu gehen oder sich am Sportbogen zu probieren. Für interessierte Geschwister wurde der Workshop „Schwächen bearbeiten und Stärken stärken“ angeboten.

Zur Abenddämmerung fanden sich alle Gemeindefest-Teilnehmer zum romantischen Singen von Abendliedern am See zusammen. Die untergehende Sonne bot eine atemberaubende Kulisse für das gemeinsame Singen. Zu Beginn wurden noch die Preise für die Punktbesten Bogenschützen vergeben. Nach dem Abendsingen wurde im Abendkino der Film „Sister Act“ gezeigt. Der Abend klang in gemütlicher Atmosphäre vor dem Stammhaus aus.

Am frühen Sonntagmorgen halfen viele Geschwister bei der Gottesdienstvorbereitung. Der Altar wurde liebevoll geschmückt und dekoriert, Stühle und Bänke wurden herangetragen und so nahm der Platz vor dem Stammhaus Schritt für Schritt Gestalt an. Nach und nach trafen die Geschwister aus allen teilnehmenden Gemeinden zum Open-Air-Gottesdienst ein. Vor dem Gottesdienst sang der Chor und es wurden einige Titel moderner christlicher Literatur zu Gehör gebracht.

Dem Gottesdienst legte Bezirksevangelist Steinacker das Wort aus Psalm 36, 6 zugrunde:

„Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.“

Nach dem Gottesdienst wurde alles blitzschnell für das gemeinsame Mittagessen vorbereitet. Alle Geschwister verteilten sich auf dem gesamten Gelände und nutzen die vielen Angebote wie „Mensch ärgere dich nicht“ mit lebenden Figuren, Baden im See oder Fußball spielen. Andere genossen den Blick in die Sonne mit den astronomischen Geräten des Gemeindeevangelisten Rudolph. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken kamen alle ins Gespräch und für besonders viel Begeisterung sorgte der Eiswagen.

Die Sonne sorgte am gesamten Wochenende nicht nur für ausreichend äußerliche Wärme, sondern wärmte auch die Herzen der Geschwister und führte zu vielen schönen Begegnungen und Gesprächen. Für die Organisatoren gibt es darum nur ein Resümee:

Es gibt hoffentlich auch 2016 ein „Fest der Gemeinden“.

Ein besonderer Dank an unsere Geschwister Tulowietzki und an alle Geschwister, die diesen schönen Höhepunkt mit vorbereitet haben.

Foto und Text M.H.