Die Dankbarkeit bleibt

Im Kirchenbezirk Torgau war es der letzte Gottesdienst, den Bezirksapostel Wilfried Klingler in seiner aktiven Amtstätigkeit mit den Geschwistern feierte.

Die Gemeinden Falkenberg/E, Mühlberg, Bad Liebenwerda, Gröditz, Elsterwerda, Herzberg/E, Jessen und Schönewalde versammelten sich am 10. April 2016 im „Haus des Gastes“ in Falkenberg/Elster, einem schlichten und doch attraktiven Bau.

Das freute auch den Bürgermeister der Stadt. Gern war auch er mit seiner Gattin der Einladung für diesen Gottesdienst gefolgt. Etwa 350 Zuhörer waren über Telefon angeschlossen und erlebten so eine besondere Stärkung und Trost.

Begleitet wurde der Bezirksapostel durch Apostel Jens Korbien.

Grundlage für den Gottesdienst war das Bibelwort Matthäus 22,14:

„Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.“

Das Chorlied „Ich halte mich, Herr, zu deinem Altar“ nahm der Bezirksapostel zum Anlass, einen besonderen Gruß an jene Geschwister zu richten, die über Telefon am Gottesdienst teilnahmen. Mancher von ihnen könne sich aufgrund einer langen Leidensgeschichte die Frage aus Psalm 22 stellen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Der Bezirksapostel riet dazu, auf den folgenden Psalm zu schauen, den 23., und der Hirtenliebe des Herrn versichert zu sein.

Werte und Wertemaßstäbe in unserem Leben haben sich sehr verändert, so der Bezirksapostel weiter. Menschen, Gesellschaften, politische Systeme ebenfalls. Der Dreieinige wandelt sich nicht. Auf ihn ist Verlass. Die Gemeinde des Herrn, möge zum Altar Gottes eine kurze und innige Verbindung haben, so kommt die Liebe Gottes auf kürzestem Weg zu uns zurück.

Der Schwerpunkt im Gottesdienst lag auf unserer Berufung und Erwählung. Nicht Privilegien, Logik und menschliche Gedanken können erklären, warum gerade das Volk Israel von Gott herausgewählt wurde? Allein der Wille Gottes war es.

Die Israeliten glaubten an ihre Erwählung, ihre Dankbarkeit bewog sie zum Einhalten der göttlichen Gesetze und Gebote. Sie pflegten Gottesdienst, sichtbar für alle durch Anbetung und Lobpreis.

Die Heilige Schrift berichtet von einer weiteren Erwählung: Über die ganze Welt hat sich das Christentum verbreitet. Der Ruf Christi „Kommet her zu mir alle“ geht an alle Menschen.

Ist sich der Christ seiner Erwählung bewusst? Nicht der Grund unserer Erwählung ist wichtig, sondern der Glaube daran, dass Gott uns erwählt hat. Nicht wir haben den Herrn erwählt, sondern der Herr hat uns erwählt. Daraus erwächst Dankbarkeit.

Das Wirken Gottes am Menschen und das Handeln des Menschen für Gott – das ist Gottesdienst heute.

Niemand kann sich verdienen, von Jesus angenommen zu werden. Nicht heilsegoistisch sein, sondern alle, die untadelig vor Gott sind, mögen bei ihm einen Platz haben. Mit diesem Wunsch endete der Bezirksapostel sein Dienen.

Apostel Jens Korbien und Bezirksältester Peter Mundt dienten mit.

Das Heilige Abendmahl wurde mit einem Lied der Kinder eingeleitet: „Komm, sag es allen weiter..., Gott selber lädt uns ein“.

Das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen empfingen stellvertretend die beiden Bezirksämter des Kirchenbezirkes.

Der Bezirksälteste dankte Bezirksapostel Klingler im Namen der Geschwister des Kirchenbezirkes für sein Dienen über fast zwei Jahrzehnte im Bezirk Torgau.

G.K.; Bilder: L.P.