CHORKONZERT, berührend und begeisternd

Am Samstag, dem 21. Mai 2016 luden die Kammerchöre Magdeburg und Torgau der Neuapostolischen Kirche Sachsen-Anhalt zu einem geistlichen Konzert in die Stadtkirche St. Marien zu Torgau ein. Viele waren der Einladung gefolgt, wie auch Pfarrerin Christiane Schmidt in ihren Begrüßungsworten bemerkte. „Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen“; mit diesem Bibelzitat aus dem 103. Psalm leitete die Pfarrerin den Reigen der Psalmgesänge aus 5 Jahrhunderten ein. Der Dirigent Jens Petereit, studierter Dirigent und Chorleiter, z. Zt. Chordirektor an der Oper Halle, führte den Chor aus 54 Laiensängern sicher durch die abwechslungsreiche Literatur. Vom „Ich schau nach jenen Bergen gern“ von J. P. Sweelinck, einem kanonischen Gesang aus dem 14. Jahrhundert, bis zu Kompositionen des zeitgenössischen Komponisten S. Karnick aus Magdeburg reichte die Auswahl der Psalmvertonungen. Mit begeisternder Klangfülle aber auch einer Zartheit, die in dieser akustikreichen Kirche heilige Ehrfurcht fühlbar werden ließ, beeindruckte der dynamische Chor. Prächtig ließ Markus Roch aus Herzberg zu Beginn die große Schusterorgel mit dem Präludium C-Dur von Johann Sebastian Bach erklingen um in der Mitte des Programms noch die romantische Seite der Orgel mit dem „Prière à Notre Dame“ aus der „Suite gothique“ von L. Böellmann zu zeigen. Gleich 3 Lieder mit Orgelbegleitung (H. Schütz und J. S. Bach) wurden von der Sopranistin Kathleen Danke-Mauer zum Programm beigetragen. Bewundernswert, wie sie mit ihrer schönen glockenreinen Stimme den Texten einen so kräftigen Ausdruck verleihen kann. Nicht zu vergessen die beeindruckende Interpretation des Chorals für Posaune und Orgel „Hosannah“ von Franz Liszt durch Stephan Mauer und dem Organisten Markus Roch.

Als bei der Zugabe das bereits gesungene „Lobe den Herrn, meine Seele“ von C. Stein noch mit einer Oberstimme, gesungen von Kathleen Danke-Mauer, komplettiert wurde, blieben für die Freunde der geistlichen Chormusik keine Wünsche mehr offen.

Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden aber auch die Helfer im Hintergrund für das berührende und begeisternde Konzert.