Ein Tag der offenen Tür voller Musik und Gemeinschaft

Im Rahmen des Jahresprogramms zum 100-jährigen Bestehen der Gemeinde Jessen fand am Samstag, dem 9. Mai 2026, ein Tag der offenen Tür in der Neuapostolischen Kirche Jessen statt.

Zahlreiche engagierte Helfer sorgten bereits im Vorfeld dafür, dass Zelt, Tische und Stühle bereitstanden. Im Innenbereich luden anschaulich aufbereitete Informationsmaterialien die Besucher ein, mehr über die spannende Chronik der Gemeinde zu erfahren.

Um 11.00 Uhr eröffnete Priester Lutz Pallas, der Vorsteher der Gemeinde, den Tag mit einem Gebet. Anschließend präsentierte Rainer Schaffrin die vielfältigen musikalischen Aktivitäten der Gemeinde. Die Besucher erlebten Darbietungen des gemischten Chores, des Männerchors und des Kinderchors. Auch Instrumentalstücke bereicherten das Programm: Kinder und Erwachsene zeigten Flöten-, Geigen- und Hornstücke, teils begleitet vom Klavier, und demonstrierten so die musikalische Vielfalt der Gemeinde.

Ein besonderer Höhepunkt war die Vorführung einer Mini-Orgel, die in nur zwei Koffern Platz findet und als Bausatz aufgebaut werden kann. Während eine Person die Tasten spielte, sorgte eine zweite für den nötigen Luftstrom. Der Klang dieses ungewöhnlichen Instruments begeisterte die Zuhörer. Die musikalische Stunde wurde harmonisch mit einem gemeinsam gesungenen Loblied „Großer Gott, wir loben dich“ abgeschlossen, das den Gemeinschaftsgeist der Gemeinde eindrucksvoll spürbar machte.

Im Anschluss gab es die Gelegenheit, bei Bratwurst, Suppe, herzhaften Speisen, Kuchen und Getränken ins Gespräch zu kommen und die Kirche zu besichtigen. Im Zelt auf dem Kirchengelände konnten kleine Geschenke zum Muttertag gebastelt werden. Kleine kreative Arrangements mit Kunst- oder frischen Blumen gab es hier zu fertigen. Selbstgebastelte Perlenbienen sorgten für liebevolle Details.

Gegen 14.00 Uhr folgte ein Podiumsgespräch zum Thema „Nächstenliebe – Fürsorgepflicht“. Vertreter der Neuapostolischen Kirche, der Katholischen Kirche, der Johannischen Kirche und der Landeskirchlichen Gemeinschaft diskutierten angeregt über die Bedeutung von Nächstenliebe. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Rainer Schaffrin, der das Publikum aktiv einbezog. So wurden z. B. die Fragen „Was bedeutet Nächstenliebe?“, „Welche Verantwortung tragt ihr für das Wohlergehen in eurer Gemeinde?“ und „Kann man Ehrenamt als Pflicht verstehen?“ lebhaft erörtert.

Musik, Gesang und kreative Darbietungen begeisterten die Besucher ebenso wie die anregende Diskussion über Nächstenliebe, sodass der Tag der offenen Tür sowohl Herz als auch Geist berührte.