Die Predigtgrundlage zu diesem Festgottesdienst basierte auf dem Bibelwort aus Philipper 3,13–14: „Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich’s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“
Der Apostel betonte die Dynamik und Lebendigkeit einer Ehe sowie des Glaubenslebens. Ehepartner verändern sich ständig. Dabei sei es wichtig, einander zugewandt zu bleiben, die Liebe und Verbundenheit zu pflegen und sich immer wieder neu zu entdecken. Ratschläge von außen seien hilfreich, aber letztlich müsse jeder für sich und mit Gottes Hilfe seine Ehe gestalten.
Im Anschluss zog der Apostel Parallelen zum Glaubensleben. Auch hier sei es ein dynamischer und lebenslanger Prozess. So wie Apostel Paulus seine frühere Lebensweise als Pharisäer hinter sich ließ, muss man auch im Glaubensleben bereit sein, sich von Altem zu lösen. Dabei gilt es, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Dem Wort Gottes, der Gnade und den Dienst am Nächsten. Selbstverurteilung und Selbstvorwürfe seien dabei hinderlich. Gott schenkt Vergebung und die Möglichkeit zur Erneuerung. Jesus ist sowohl Weg als auch Ziel. Wer ihm folgt, erfährt schon heute Nähe, Trost und Gottes Liebe.
Zu einer Predigtzugabe wurde Bezirksältester Lutz Breitenstein aus Stendal gerufen. Er erinnerte an die Bedeutung langjähriger Partnerschaften und daran, wie wertvoll Gottes Begleitung, Rat und Unterstützung im Alltag sind. Der Glaube hilft, trotz Anstrengungen die Schönheit des Lebens zu sehen und zielstrebig den Weg zu gehen. Die Hoffnung auf die Wiederkunft Christi und die neue Schöpfung motiviert, sich auf das zu konzentrieren, was Gott schenkt.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte Apostel Korbien einen Diakon für die Gemeinden Beilrode und Torgau. Er gab ihm den Hinweis, stets auf Jesus Christus zu schauen und vor Freude zu strahlen.
Danach bat der Apostel den Bezirksvorsteher des Bezirks Torgau, Priester Mirko Kramer, und seine Frau Yvonne an den Altar. Mit dem Liedvortrag des Jugendchors „Der Herr segne euch“ wurde die Segenshandlung eingeleitet. Apostel Korbien widmete ihnen das Bibelwort aus Philipper 4, 4–6: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!“ In besonderer Weise hob der Apostel das langjährige Engagement für die Jugend hervor. Er ermutigte beide, die Freude am Herrn als Kraftquelle zu bewahren, anderen mit Güte zu begegnen und in Dankbarkeit auf alle Lebenslagen zu schauen. Danach spendete er ihnen den Segen zum 25-jährigen Ehejubiläum.
Nach Gebet und Schlusssegen hatten die Gottesdienstteilnehmer noch Gelegenheit, dem Silberpaar persönlich ihre Glückwünsche auszusprechen.
Neuapostolische Kirche