Ein Tag voller Musik und Gemeinschaft

Gemeinsames Singen, musikalische Vielfalt und gelebte Gemeinschaft prägten den Bezirksmusiktag am 24. Oktober 2026 in Torgau. Sängerinnen und Sänger aller Generationen aus dem Kirchenbezirk kamen zusammen, um ihre Freude an der Musik miteinander zu teilen. Den feierlichen Abschluss bildete ein Gottesdienst, zu dem alle Geschwister des Bezirks eingeladen waren.

Um 10.00 Uhr eröffnete Bezirksvorsteher Mirko Kramer den Musiktag und begrüßte die Teilnehmenden. Zum Einstieg brachte Miriam Witte alle mit Körperübungen in Schwung. Danach lag die Probenarbeit in den Händen von Cornell Stübing, dem Bezirksmusikverantwortlichen. Nach dem gemeinsamen Einsingen studierte der Chor neue Lieder ein und frischte bereits bekannte Stücke auf.

Für die Kinder gab es ein eigenes abwechslungsreiches Programm. Neben dem gemeinsamen Singen bastelten sie mit viel Eifer „Regenmacher“, die später beim Lied „Gott ist wie ein Regenbogen“ zum Einsatz kamen. Auch das Bewegungsspiel „Orchestersalat“ sorgte für viel Freude. Ein besonderer Moment entstand, als die Kinder gemeinsam mit dem großen Chor musizierten. Während sie eine Strophe sangen, begleitete der Chor sie mit sanftem Summen, ein berührendes Zusammenspiel der Generationen. Eine Streichergruppe aus dem Bezirksorchester bereicherte den Tag und begleitete den Chor bei zwei Musikstücken.

Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Das Orga-Team der Gemeinde Torgau hatte zur Mittagsversorgung eine vielfältige Auswahl an Suppen vorbereitet. Bei einer späteren Kaffeepause konnten sich die Teilnehmenden an selbst mitgebrachtem Kuchen und Gebäck erfreuen. Die Pausen boten Gelegenheit für persönliche Gespräche und Begegnungen.

Den feierlichen Abschluss bildete um 16.00 Uhr ein Bezirksgottesdienst, in dem die zuvor einstudierten Lieder erklangen. Priester Kramer stellte den Gottesdienst unter das Bibelwort aus Johannes 3,16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ In seiner Predigt betonte er, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt, auch den Schwachen, Kranken, Einsamen und Vergessenen. Niemand ist bei Gott vergessen. Mit Blick auf den bevorstehenden Gottesdienst für Entschlafene ermutigte er, besonders für die einsamen und vergessenen Seelen zu beten. Jesus Christus sei das größte Zeichen der Liebe Gottes.

Priesterin Marianne Häring bezeichnete Johannes 3,16 in ihrer Predigtzugabe als das „Evangelium in der Nussschale“. Darin liege der Kern unseres Glaubens: Gottes unendliche Liebe, die durch die Sakramente erfahrbar wird und die wir im Alltag weitergeben sollen. Priester Peer-Martin Kopp ermutigte anschließend, auch in schwierigen Lebenssituationen mutig zum Glauben zu stehen. Jesus Christus schenke dafür drei wertvolle Hilfen: Kraft, Sicherheit und Bekennermut.

Die gemeinsam gesungenen Lieder, die Begleitung durch die Streichergruppe und die musikalischen Beiträge der Kinder verliehen dem Gottesdienst eine besondere Atmosphäre. So bleibt der Bezirksmusiktag als ein Tag voller Musik, Glauben und lebendiger Gemeinschaft in Erinnerung.